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Der #Aufschrei nach dem Sex oder Furcht vor der dauerlosen Gegenwart

Angesichts des Elends der Welt in sich und um sich herum sucht der Mensch Unterhaltung und den schönen Schein.

„Oberstes Ziel ist das Überleben, gefolgt von Sex“ schreibt der Psychologe Paul Verhaege.

Und schon lange vor der Entdeckung der Psychoanalyse schrieb Schopenhauer „Wollust im Akt der Kopulation. Das ist es! Das ist das wahre Wesen und der Kern der Dinge, das Ziel und Zweck allen Daseins.“

David Yalom hat sehr schön zusammengefaßt, wie sich unsere Weltsicht entwickelt hat: „Oft schon wurde festgestellt, daß drei wichtige geistige Umwälzungen die Idee von der zentralen Stellung des Menschen bedroht haben. Als Erster demonstrierte Kopernikus, dass die Erde nicht der Mittelpunkt ist, um den sich alle anderen Himmelskörper drehen. Als Nächster zeigte uns Darwin, dass wir keine zentrale Rolle in der Kette der Evolution spielen, sondern wie alle anderen Geschöpfe aus anderen Lebensformen entstanden sind. Und drittens erklärte uns Freud, daß wir in unserem eigenen Hause nicht die Herren sind – ein Großteil unseres Verhaltens werde von Kräften ausserhalb unseres Bewusstseins beherrscht. Es besteht kein Zweifel daran, dass Freuds verkannter Mitrevolutionär Arthur Schopenhauer war, der schon lange vor Freuds Geburt postulierte, dass wir von tiefgreifenden biologischen Mächten gesteuert werden und uns dann einbilden, wir hätten unser Schicksal bewusst gewählt.“ (339)

Und Schopenhauer führt uns unsere aktuelle Lebenssituation vor und denkt sie zu Ende: „Arbeit, Plage, Müh und Not ist allerdings ihr ganzes Leben hindurch das Los fast aller Menschen. Aber wenn alle Wünsche, kaum entstanden, auch schon erfüllt wären; womit sollte dann das menschliche Leben ausgefüllt, womit die Zeit zugebracht werden? Man versetze dies Geschlecht in ein Schlaraffenland, wo alles von selbst wüchse …- Da werden die Menschen zum Teil vor Langeweile sterben oder sich aufhängen, zum Teil aber einander bekriegen, würgen und morden und so sich mehr Leid verursachen, als jetzt die Natur ihnen auflegt.“

Das Leben von Widersprüchen, die Unbeständigkeit und der Tod sind die einzigen Konstanten menschlicher Existenz.

Sex ist der Schlüssel, das Kopftuch symbolisiert dies perfekt als Ausdruck männlicher Macht über weibliche Sexualität.  Der Islam zeigt es vielleicht am Plakativsten aber es ist auch Teil des Christentums.

Sex ist zudem die Grundlage unserer Existenz und unserer menschlichen Rasse. Psychoanalytiker sagen sogar die Unterdrückung von Sexualität sei die Basis unserer Leistungsgesellschaft.

Sex sells, Erotik verkauft …

Der Mensch ist so beschaffen, dass er das Gewicht von 24 Stunden tragen kann. Die Meditation o.ä. kann dir dabei helfen, leer zu werden, um bei dir zu sein. Die Rückkehr in die soziale Welt danach ist zugleich der Eintritt in die Welt der Wesen, die alle ihre  jeweils eigene Welt sind mit bestimmten Interessen zu bestimmten Zeiten.

Das ist das Schicksal der Menschen – von uns.

„In einem Leben, welches bloß aus dauerloser Gegenwart bestanden hat und jetzt zu Ende ist“ schreibt Schopenhauer.

Dieser Pessismismus oder Realismus wird natürlich vielfach “überwunden” durch Verdrängen oder den Glauben an das Himmelreich in jeder Form und Farbe.

Hier sind wir frei uns zu entscheiden, was wir sehen und was wir glauben wollen. Das Anerkennen der Realität kann so schmerzhaft sein, daß nicht jeder es aushalten kann.

Wer z.B. einmal eine lange tiefenpsychologische Analyse gemacht hat, der weiß vielleicht wie es sich anfühlt, wenn man viele Monate vor seelischen Schmerzen mit körperlichen Wirkungen durch neue Erkenntnisse über die nun sichtbaren Elemente der eigenen Lebensgeschichte, die vorher im Verborgenen wirkten, sich ein Ende wünscht.  Dabei wird klar, daß nur der Weg dadurch mehr Gleichgewicht und Ausgleich im eigenen Leben möglich machen kann.  Aber das stimmt auch nur bedingt, weil mehr Verstehen zwar andere Reaktionen ermöglicht aber die Bedingungen der Existenz bleiben. Man wird gedanklich freier und diese Freiheit ermöglicht mehr emotionale Sicherheit und verändertes Handeln. Das ist sehr viel.

Für mich ist dabei faszinierend, daß durch das Sprechen in der tiefenpsychologischen Analyse das Unterbewusstsein sich plötzlich einmischt und Gedanken freisetzt, die ins Gespräch fliessen, alles neu bewerten und innerlich dann Erleichterung bringen können. Das Verdrängte spricht. Plötzlich ist der Gedanke da. Und die Umlenkung des Blicks durch professionelle Gesprächspartner öffnet dann die Vorhänge, die Blicke möglich machen, die kaum auszuhalten sind bis man die Kraft hat sich dem zu stellen. So kann manches leichter werden im eigenen Leben.

Aber immer muß etwas reif sein und es muß in Worte gefaßt werden können. Wo dies nicht möglich ist sind andere Formen als Ausdruck des Unbewußten möglich, Handlungen, Haltungen und Hoffnungen zwischen Kunst und Gewalt.

So ende ich hier im Bewusstsein, daß dieses Ende nur ein weiterer Schritt in der Unbeständigkeit des Lebens ist.

 

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Angela Merkel und Elisabeth Teissier

Seitdem ich den Astromonat aufgrund technischer Umstände in der alten Form aufgegeben habe, beschäftige ich mich mit Astrologie nur noch privat. Aber hier mache ich eine Ausnahme.

2011 hat Elisabeth Teissier mit Gerhard Hayek ein Buch herausgegeben mit Prognosen für die nächsten Jahre.

Dort können wir lesen:

“Nach einem Machtverlust 2013 bis 2014 und einem neuerlichen Aufstieg ist Angela Merkels Position Anfang 2015 erneut geschwächt… 2016 scheint für Angela Merkel die Stunde der Wahrheit gekommen: Das Duo Uranus/Pluto greift ihren MC an und bringt damit ihren Status kräftig ins Wanken, was wahrscheinlich dazu führt, dass sie eine neue Richtung einschlägt oder sich zurückzieht. Das erste Halbjahr wird sehr bewegt sein. Es sei denn…”

Nun will ich hier nicht alles zitieren sondern eher das Buch empfehlen. Es ist schon interessant was vor sechs Jahren alles so ausgerechnet wurde zur Zeitqualität.

Und damit verlasse ich dieses Thema auch schon wieder in der Öffentlichkeit.

Nachtrag 2020:

Teissier kündigt in ihrem neuen Buch eine Zeitenwende für Deutschland und für Merkel um den 16. März 2020 an. Das war der Tag an dem Merkel Deutschland zum Stillstand brachte.

Astrologie stimmt also. Nur was genau passiert weiß man nicht. Die “effektive Wende” für Deutschland war nicht Merkels Rücktritt aber das Ende ihrer Politik der offenen Grenzen, das Ende ihrer Politik.

 

 

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Dein kleiner Eimer

Du stehst mit deinem kleinen Eimer am Ozean des Lebens.

Du willst darin baden und es spüren.

Du schwimmst im Leben und wirst irgendwann darin untergehen.

Oder du stehst daneben und schwimmst nicht im Leben.

Das ist die Freiheit in deinem Leben.

Michael Mahlke

 

 

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Und ich? Identität in einer durchökonomisierten Gesellschaft von Paul Verhaeghe

“Oberstes Ziel ist das Überleben, gefolgt von Sex.”

Wenn der Psychoanalytiker Paul Verhaeghe diesen Satz schreibt sind wir schon auf Seite 101 seines Buches angekommen. Kurz darauf kommt er zu seiner Hauptansicht: “Was wir heute durchmachen, sind die Folgen eines neuen Gesellschaftsmodells, das eine neue Identität hervorgebracht hat. Ich nenne es bewusst provozierend die ENRON-Gesellschaft.”

Was hat das zu bedeuten?

Verhaeghe zieht Achterhuis zu Rate, der gefragt hat, wie sich 30 Jahre neoliberale Ideologie auswirken auf unser Leben. Und da kommt er auf das Enron-Modell der Personalpolitik zu sprechen. “Dabei handelt es sich um eine sozialdarwinistische Praxis, die dem Mitarbeiter mit der höchsten Produktivität sämtliche Boni zuspricht und den mit der niedrigsten feuert… Resultat: Innerhalb kürzester Zeit fälschten fast alle Mitarbeiter ihre Zahlen: es herrschte totale Paranoia. Dieser Betrug führte … zum Bankrott der Firma.”

Die Meriokratie, die eigentlich etwas Gutes ist, wurde zu einer neoliberalen Meriokratie: “Innerhalb kürzester Zeit kommt die soziale Mobilität zum Stillstand, die Kluft zwischen Unter- und Obrschicht wächst und die Freiheit muß einer allgemeinen Paranoia weichen.”

Dieses System ist mittlerweile überall. Ein gutes Beispiel für den Universitätsbetrieb zeigt sich an den aberkannten Doktortiteln in Deutschland. Dieses System hat auch dazu geführt, daß die meisten Forschungsergebnisse falsch sind (Und ein besonders bemerkenswertes Beispiel dafür gibt es hier).

Verhaeghe zeigt dann auf, wie gerade der Neoliberalismus immer mehr Bürokratie produziert und immer mehr geregelt wird bei denen da unten, um denen da oben bessere Herrschaftsinstrumente zu geben.

Im Gesundheitswesen verweist er auf den Brief von Marc Desmet, der die “entmutigenden Widersprüche” darstellte. Und was bedeutet das für die Gesellschaft?

Die Schnullerkinder sind da und mittlerweile erwachsen.

  • Aufgewachsen in dem Glauben, immer alles zu bekommen, wenn man sich nur anstrengt.
  • Erzogen worden in einem kompetenzorientierten Unterricht, der als Massstab die neoliberale Ideologie hat mit ihrer Grundfrage: was bringt das?
  • Und Moral ist Erfolg, unmoralisch ist Scheitern

Ohne Dinge bin ich nicht weniger kommt darin nicht mehr vor.

Selbstachtung und Schuldgefühle beruhen auf dem Märchen von der Leistung statt auf dem Anerkennen der Wirklichkeit, die keine Durchlässigkeit für die meisten Menschen beinhaltet. Freiheit und Machbarkeit sind die neuen Märchen.

Real ist nur, daß “das bestehende ökonomische System unsere schlechtesten Seiten begünstigt.” (169)

Zur Hochform läuft Verhaeghe auf, wenn er sein eigenes Fachgebiet beschreibt: “Früher hatten Menschen psychische Probleme, heute zeigen sie Verhaltensstörungen…”

Wenn man sich dann vor Augen führt, daß bei psychischen Krankheiten zunehmend von “Anpassungsstörungen” gesprochen wird, dann zeigt sich die komplette neue Ideologie in einem Wort. Man braucht nur noch fragen, anpassen an was und landet damit mitten im Buch von Paul Verhaeghe.

Einfach großartig!

So könnte und würde ich am liebsten das gesamte Buch vorstellen. Aber Sie sollten es selbst lesen, weil es so wertvoll ist.

Es ist ein Buch voller guter Gedanken, ernüchternd und weiterführend, wenn man bereit ist, die Wirklichkeit anzuerkennen.

Und es ist eine Inspiration für Menschen, die individuell und sozial etwas verändern wollen. Denn so wie er dieses System erklärt und durchschaubar macht habe ich es bisher nirgendwo gefunden außer bei Erich Fromm. Es macht Mut weiterzumachen, weil man sieht, wie es besser sein kann.

Das Buch ist im Kunstmann-Verlag erschienen.

ISBN 978-3-88897-869-2

In einem Interview zum Buch sagt Verhaeghe übrigens zur Frage von Messbarkeit folgendes:

“Erstens kann man Glück auf viele verschiedene Arten definieren, und somit stellt sich die Frage: Was haben die Forscher genau untersucht?

Zweitens besteht diese Art von Studien häufig aus Fragebögen. Aus der Psychologie wissen wir, dass dies die unzuverlässigste Untersuchungsform ist, weil Menschen vor allem sozial wünschenswerte Antworten geben.

Drittens bestehen Untersuchungen von Glück oft aus Stichproben, deren Ergebnisse manchmal zu simpel verallgemeinert werden.

Und schließlich muss man die Antworten der Befragten in einer zeitlichen Periode positionieren, in der vorausgesetzt wird, dass alle happy sind.
Ob wir wirklich glücklich sind, kann nur eine solide soziologische Untersuchung von psycho-sozialen Gesundheitsindikatoren zeigen, beispielsweise der Anzahl von Selbstmorden und der Einnahme von Psychopharmaka in einem Land. Über die quantifizierbaren Indikatoren wurden in der EU jahrelang Zahlen gesammelt. Ein Vergleich dieser Daten zeigt, dass die Einwohner eines bestimmten EU-Landes „glücklicher“ sind als die Einwohner eines anderen EU-Landes. Glück ist in diesem Vergleich als Antwort auf die Frage, ob jemand seine Kinder im Wohnsitzland großziehen möchte, operationalisiert….”

 

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Gärten der Kraft in Wien und Umgebung von Gabriele Lukacs

 

Hat es ihnen in Wien gefallen?
Haben Sie sich dort wohlgefühlt?
Wollen Sie wissen warum?

Dann gibt es jetzt das Buch dazu. Die Gärten der Kraft von Gabriele Lukacs zeigen, wo man in Wien gute Energien tanken kann.

Wer Wien mag, der weiß, daß Frau Lukacs recht hat.

Man spürt es.

Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die man mit google nicht erklären kann. Dazu gehört auch das Erleben eines Ortes.

Dieses Buch erläutert mit dem Wissen von Geomantie und Fengshui, warum Wien mehr ist als ein Ort. Es ist ein besonderer Platz zum Leben, an dem die spirituellen Erfahrungen der Menschheit genutzt werden, um gute Energien und Erholung im städtischen Raum zu ermöglichen.

Frau Lukacs beginnt mit Schönbrunn und zeigt uns, wie die Ausrichtung nach dem Pentagramm die Energiepunkte betont und den Aufenthalt im Park zu einer Freude werden läßt. Aber sie bleibt dabei natürlich nicht stehen sondern besucht mit uns auf mehr als 200 Seiten viele gute Orte in Wien und um Wien herum.

Nebenbei erhalten wir eine Einführung in das Denken nach Fengshui.

“Gemäß den alten Traditionen kommt die Heilenergie aus dem Norden, also vom Kahlenberg und Leopoldsberg, und strömt über die Hügel ins Stadtzentrum.”

Solche Sätze bieten mehr als Informationen.

Und so ist dieses Buch eine dauerhafte Auseinandersetzung mit sich selbst und der eigenen Spiritualität, wenn man es als ständigen Begleiter nutzt.

Als ständigen Begleiter?

Genau.

Denn das Buch ist der perfekte Reiseführer für das Kräftetanken in Wien mit Kultur und Tradition und es ist mehr.

Es ist auch ein Begleiter, um in Wien zu leben und sich selbst und das Leben zu lieben im Einklang mit der Natur.

Ein großartiges Buch über eine großartige Stadt!

Die Fotos in dem Buch wirken auf mich dort besonders stark, wo es sich um HDR-Fotos handelt. Sie geben etwas von dem Flair wieder, das dort zu finden ist.

Die Autorin beschreibt die schönsten Anlagen und ihre historische Entstehung sowie die unsichtbaren Energieströme, die der Leser beim Besuch dieser besonderen Orte erfahren und verinnerlichen kann.

Aus dem Inhalt • Kaisergärten: Neugebäude, Schönbrunn, Laxenburg, Hetzendorf, Prater Maria Grün • Stadtoasen: Stadtpark, Rathauspark, Botanischer Garten, Türkenschanzpark, Donaupark Hirschstetten … • Ruhe & Kraft: Zentralfriedhof, japanischer Garten, Hohe Warte • Heilplätze: Mariahilfer Park, Oberlaa, Baden – Kurpark & Rosarium • Stadtwildnis: Sternwartepark, Lainzer Tiergarten, Lobau • Die grüne Lunge: Kahlenberg, Leopoldsberg

Das Buch ist im Pichler-Verlag erschienen.

ISBN: 978-3-85431-667-1
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Saigoku. Unterwegs in Japans westlichen Landen von Valeria Jana Schwanitz und August Wierling

Manchmal muß man auf ein gutes Buch erst aufmerksam gemacht werden. Das Buch Saigoku von Schwanitz und Wierling ist so ein Schatz.

Ist es ein Reiseführer, ist es ein Sachbuch, ist es ein Buch voller persönlicher Erfahrungen?

Das Buch ist wunderschön gestaltet und inhaltlich sehr wertvoll. Denn es gelingt den beiden Autoren, die eigenen Erfahrungen und Erwartungen und das Erlebte wunderbar in Worte zu fassen, die bei jedem Kapitel neu neugierig machen.

Schon die Innenseiten machen Lust auf mehr.

Eine wunderschöne Karte zeigt den Saigoku-Pilgerwerg und ermöglicht uns Lesern den Weg gedanklich  mitzugehen.

Die Schilderungen jedes einzelnen Tempelbesuches sind auf angenehme Art mit kulturellen Informationen angereichert, die neben der Leselust auch die Chance des Verstehens und Entdeckens der japanischen Kultur ermöglichen.

Wer den Saigoku-Weg gehen will, ganz oder in Teilen, der muß sich mit Japan heute anfreunden, weil nur so der Zugang und die Widersprüche erkennbar und verstehbar werden.

Gerade die Mischung aus persönlichem Reisebericht und erlebter Kultur machen aus diesem Buch ein Pilgerreisebuch, um als Europäer und Deutscher dies alles erleben zu können.

Das Buch hat einen durchaus auch spirituellen Charakter, weil es mehr vermittelt als Besuche.

Es zeigt, daß Menschen auf dem Weg sind und jeder Ruhepunkt nur ein Ausruhen ist bevor es weitergeht.

Das Buch ist wunderbar gestaltet, innen und aussen, es hat viele Fotos und ganze Sequenzen mit Farbfotos, die noch mehr vermitteln.

Es ist aber auch ein ganz persönliches Reisebuch, so daß wir auch Frau Schwanitz und Herrn Wierling über die Schulter schauen dürfen.

Wer etwas wirklich besonderes sucht, ein entdeckendes spirituelles Reisebuch mit Wirkung, der könnte es hier gefunden haben.

Der Manpuku-Verlag ist ein kleiner Verlag mit einer schönen Webseite.

Es lohnt sich, das Buch direkt dort zu bestellen.

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Was fehlt dir? von Martin Weber und Gregor Sieböck

“Wir schreiben ein Buch und gleichzeitig erleben wir dieses Buch.”

So fängt das Buch von zwei Menschen an, die uns auf ihren Weg mitnehmen und plötzlich merken wir, es ist der eigene Wege.

Als ich dieses Buch in der Hand hielt wusste ich noch nicht, was darin steckt.

Das Thema bist du.

Die beiden Autoren sprechen von den Wanderungen und ihren Erlebnissen, weil sie die Welt zulassen. Sie erzählen dabei viele kurze Geschichten, die Erfahrungen und Horizonte wiedergeben.

Energiearbeit und Wirklichkeit sind ein wesentliches Element, das man hier kennenlernt.

Aber für mich ist das eigentlich Faszinierende an diesem Buch etwas anderes. Alles fliesst. Und dieses Buch fliesst auch. Denn das Buch bringt dich dazu, dich gedanklich (und körperlich) in Bewegung zu setzen.

Man kann nicht alles in Worte packen, was nicht materiell da ist aber erfahren werden kann.

Dieses Buch schafft eine neue Art von Zugang zu diesen Erfahrungen und diesem Wissen.

Die Leichtigkeit, die einlädt gedanklich und tatsächlich zu wandern und den eigenen Weg zu finden, ist faszinierend.

Es ist ein ganz besonderes Buch, das ich da entdeckt habe.

Es ist ein Begleiter, wenn man bereit ist, Loszulassen und Zuzulassen.

Wer an dem Punkt angekommen ist, der einem ermöglicht, offen zu werden für die Wirklichkeit um sich herum, der merkt sehr schnell, wie schwierig es ist, diese Offenheit beizubehalten.

Das Buch gibt Halt in genau dieser Haltung, weil es uns durch die Auseinandersetzung damit zeigt, was man dann tun kann: nämlich körperlich und geistig in Bewegung zu bleiben und diese Offenheit “einfach” zu praktizieren.

Hier ist ein ganz besonderes Buch entstanden. Es ist ein kleiner Glücksfall. Und wenn man offen ist und dann das Glück hat dieses Buch zu finden, dann erhält man ein unbezahlbares Geschenk für den eigenen weiteren Weg.

Das Buch ist im Ecovin-Verlag erschienen.

Martin Weber, Gregor Sieböck
Was fehlt dir?
ISBN 978-3-7110-0027-9

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Mein Körper, Barometer der Seele von Jacques Martel

 

Das Buch „Mein Körper, Barometer der Seele“ von Jacques Martel habe ich verschiedenen Freunden zum Lesen gegeben. Ich wollte ihre Einschätzung. Keine(r) wollte es mir wiedergeben. Das allein spricht schon für dieses Buch.

Der Untertitel „Das psychosomatische Lexikon, das schon beim Lesen hilft“ hat einen ganz praktischen Hintergrund. Jacques Martel will, dass man sein Buch mit einer besonderen Lesetechnik nutzt.

Wer so vorgeht, wird mit einem echten Leseerlebnis entschädigt. Die Gedanken dringen nämlich wirklich ein und erreichen den Verstand und die Gefühle viel stärker und tiefer als es bei normalem Lesen der Fall wäre.

Wer sich diesem Buch öffnet, der kann wirklich in sein „Gesundheitskapital“ investieren. Dieses Lexikon der „Gemütsbewegungen“ – wie Lucie Bernier schreibt – kann Sie freier machen.

„Mit der Erfahrung und den Kenntnissen, die ich heute besitze, kann ich versichern, dass ein Mensch unmöglich an Diabetes leiden kann, ohne eine tiefe Traurigkeit oder einen Abscheu gegenüber einer von ihm durchgemachten Situation zu erleben.“

Natürlich fehlt nicht der Hinweis, dass es sich um keinen ärztlichen Rat handelt. Es geht um die Begegnung mit dem Göttlichen, mit dem Weg zu den eigenen biologischen und emotionalen Grundlagen und es geht um ein sich öffnen, um freier zu sehen und zu denken.

So können Sie Antworten finden auf Fragen wie, warum hat es gerade mich erwischt, warum habe ich gerade diese Krankheit bekommen oder warum fühle ich mich gerade so?

Das Buch liegt in einer vollständig überarbeiteten Ausgabe vor und ist aktualisiert. Dieses Buch kann man nicht einfach durchlesen. Es ist als Lexikon mit Tiefenwirkung konzipiert.

Und es betritt die Pfade, die durch Verständnis und Fühlen helfen können. Man will es nicht mehr loslassen, wenn man sich darauf wirklich eingelassen hat.

Es ist im Vakverlag erschienen und ein wunderbares Geschenk für gute Freunde und sich selbst.

 

Jacques Martel

Mein Körper – Barometer der Seele

Das psychosomatische Lexikon, das schon beim Lesen hilft

ISBN 978-3-86731-097-0

 

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Man sagt sich mehr als einmal Lebewohl von David Servan-Schreiber

Die besten Bücher sind fast immer dünn und klein und voller Essenz. Genau das ist hier der Fall.

David Servan-Schreiber schreibt über seinen Kampf gegen den Krebs. Es ist ein Buch über sich und die Welt und wie man mit ihr umgeht bis zum Tod. Er selbst hatte mit den Büchern “Die neue Medizin der Emotionen” und “Das Antikrebs-Buch” vorher vielen Menschen geholfen. Dann starb er 2011 an Krebs. Er hatte 19 Jahre mit der Krankheit gelebt.

Servan-Schreiber schildert seinen Umgang mit dem Erfolg seiner Bücher. “Die Beweise von Interesse und Anerkennung, die ich danach erhielt, haben mich so glücklich gemacht, dass ich mich mit Feuereifer darauf stürzte… Unzählige Male wechselte ich die Zeitzonen, und man weiß, dass das dem Immunsystem schadet…. Die massive Störung meiner biologischen Rhythmen erreichte in dem Jahr vor meinem Rückfall ihren Höhepunkt…. In den Jahren 2009 und 2010 flog ich mindestens einmal im Monat über den Atlantik, und ein- oder zweimal pro Woche war ich in Frankreich oder Europa unterwegs. Das war zuviel. Schließlich war ich vollkommen erschöpft. Und dann kehrte mein Tumor zurück.”

Nach der Rückkehr der Krankheit lebte er noch dreizehn Monate.

In dieser Zeit “schrieb” er dieses Buch.

“Wenige Tage vor seinem Tod, als seine Kräfte schwanden, warf er noch einen Blick auf die französische Bestsellerliste, auf der sein Buch ganz oben stand. Das vermittelte ihm das Gefühl, dem Krebs in einer sehr wichtigen Weise die Stirn geboten zu haben: Er hatte nicht zugelassen, dass die Krankheit ihn daran hinderte, nützlich zu sein, zu helfen, das Leiden anderer Menschen zu lindern.”

So schreibt sein Bruder im Nachwort zur deutschen Ausgabe dieses Buches, das im Verlag Antje Kunstmann erschienen ist.

Der Philosoph Epiktet hat ein ähnlich schmales Buch geschrieben, das bis heute vielen Menschen als Hilfe durch das Leben dient.

Dort sagt Epiktet: “Nicht die Dinge selbst, sondern die Meinungen von den Dingen beunruhigen die Menschen. So ist z.B. der Tod nichts Schreckliches, sonst wäre er auch dem Sokrates so erschienen; sondern die Meinung von dem Tod, daß er etwas Schreckliches sei, das ist das Schreckliche.”

Und er schreibt weiter: “Tod und Verbannung und Alles, was als schrecklich erscheint, soll dir täglich vor Augen schweben, am meisten aber der Tod; so wirst du nie weder an etwas Gemeines denken, noch etwas allzuheftig begehren.”

Es gibt ein paar einfache Wahrheiten auf dieser Welt.

Wir müssen alle sterben. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Und das Sterben haben alle Menschen vor uns geschafft.

Und doch reicht dies nicht. Solange man lebt entscheidet man selbst, wie man die Dinge bewertet, was man tut in den Grenzen des persönlich Möglichen und wie man mit seiner Lebenszeit umgeht.

Es ist eine der Paradoxien des Schicksals, dass ein Arzt, der ein Antikrebsbuch schreibt, an Krebs mit 50 stirbt.

In meinen Augen ist die Analyse von Servan-Schreiber klar: Weniger ist mehr und Erfolg lenkt vom Wesentlichen ab.

Das ist in meinen Augen ein klares Fazit im Angesicht des Todes.

Und das ist für mich der Grund, dieses Büchlein neben Epiktet in mein Regal zu stellen. Eine größere Ehre kann ich ihm nicht zukommen lassen.

David Servan-Schreiber

Man sagt sich mehr als einmal Lebewohl

Übersetzt von Ursel Schäfer

ISBN 978-3-88897-751-0